Nachhaltige Mobilität trifft auf durchdachte Planung
Die neue Ladesäule am Kelternplatz in Metzingen ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität. Die ersten Ideen und groben Planungen entstanden bereits Ende 2023 bzw. Anfang 2024. Im Jahr 2024 wurde der Förderantrag beim Regierungspräsidium Tübingen im Rahmen des LGVFG gestellt und bewilligt. Eine Bürgerumfrage im selben Jahr bestätigte den Standort: Der Kelternplatz wurde dabei am häufigsten als Wunschort genannt.
Errichtet wurde eine Normalladesäule mit zwei Ladepunkten und einer maximalen Ladeleistung von 22 kW, wobei viele Fahrzeuge derzeit mit 11 kW AC laden. Für die Nutzung ist ein eigenes Ladekabel erforderlich. Die Parkdauer ist werktags zwischen 8 und 20 Uhr auf maximal vier Stunden begrenzt und das Parken ist ausschließlich während des Ladevorgangs erlaubt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Barrierefreiheit. Die Inklusionsbeauftragte der Stadt Metzingen war in die Planung eingebunden, sodass die Ladesäule auch für Menschen im Rollstuhl gut nutzbar ist. Anschlüsse und Display befinden sich auf etwa 105 cm Höhe. Zudem wurde ein Stellplatz mit 350 cm Breite großzügiger ausgeführt, während auch der Bereich zwischen den Ladeplätzen mehr Platz bietet. Beide Plätze dürfen grundsätzlich von allen genutzt werden, jedoch sollte der breitere Stellplatz nach Möglichkeit für mobilitätseingeschränkte Personen freigehalten werden. Es handelt sich ausdrücklich um Ladeparkplätze – nicht um Behindertenparkplätze.
Da der Kelternplatz unter Denkmalschutz steht, wurde das Projekt eng abgestimmt und die Bauarbeiten archäologisch begleitet, ohne dass Funde gemacht wurden. Um das Erscheinungsbild des Platzes zu bewahren, kamen dezente anthrazitgraue Altstadtpoller sowie unauffällige Markierungsnägel anstelle klassischer Markierungen zum Einsatz.
Seit der Inbetriebnahme wird die Ladesäule sehr gut angenommen und rege genutzt – ein deutliches Zeichen für den wachsenden Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur in Metzingen.
Ein gemeinsames Projekt mit: